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Neandertaler Troja/Trojanischer krieg Alexander der große Weltriege Trojanisches Pferd bye bye ich hoff ihr habt was gelernt -.- (= ... gruß an meine klasse^-^
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Die ersten Neandertaler
Die ersten klassischen Neandertaler treten in der letzten Zwischeneiszeit (Eem), vor etwa 130 000 Jahren auf. Während dieser etwa 10 000 Jahre dauernden Warmzeit war das Klima in Deutschland wärmer und feuchter als heute. Große Laubwälder breiteten sich aus. Die Wälder waren der Lebensraum für Waldelefanten, Damhirsche, Auerochsen und Wildschweine. In den Grasfluren weideten Pferde, Wisente und Nashörner.

Am Ende der Zwischeneiszeit wurde es allmählich kälter, die nächste Eiszeit begann. Während der Kaltzeiten bedeckten die von Norden und von den Alpen her vorrückenden Gletschermassen weite Teile Nord- und Mitteleuropas. In den eisfreien Gebieten herrschten arktische bis subarktische Bedingungen. Die an ein Leben in Kälte angepassten Großsäuger (Mammut, Wollnashorn, Rentier, Moschusochse, Pferd, Bison) mussten weite Wanderungen unternehmen, um ihren Nahrungsbedarf zu stillen.

Die Jagdbeute wurde an den Schlachtplätzen verarbeitet und nur ein Teil der zerlegten Tiere zu den Lagerplätzen mitgenommen. Die Lagerplätze befanden sich unter freiem Himmel, in Höhlen (hier zumeist im Eingangsbereich) oder unter Felsschutzdächern. Hüttenartige Behausungen, vielleicht auch aus den Großknochen der Beutetiere errichtet, könnten im Zusammenspiel mit Feuerstellen Schutz gegen das strenge Klima der Kältesteppe geboten haben. Aus Abnützungsspuren an Knochenahlen kann man auf den Umgang mit Tierhäuten, also auf die Anfertigung von Pelzkleidung schließen.  

Faustkeile und Blattspitzen
Aufgrund der Erhaltungsbedingungen kennen wir meist nur Steinwerkzeuge. Die organischen Materialien haben sich nur in Ausnahmefällen erhalten. Gebrauchsspuren an den Steinwerkzeugen belegen jedoch, dass die Neandertaler intensive Holzbearbeitung betrieben.

Die Rohmaterialien brachten sie als Rohknollen oder als präparierte Kerne zu ihren Lagerplätzen mit. Dort stellten sie ein breites Spektrum an zweiseitig flächig bearbeiteten Geräten her: Faustkeile, Fäustel und Keilmesser. Am Ende dieser Entwicklung stehen dünne Werkzeuge mit blattförmigem Umriss, so genannte Blattspitzen, die wahrscheinlich als Speerspitzen oder multifunktionale Messer verwendet wurden.

Hölzerne Wurfspeere und Stoßlanzen
Daneben kannte der Neandertaler auch schon Geschossspitzen aus Knochen und hölzerne Wurfspeere. Im Jahre 1948 wurde in Lehringen das Skelett eines Waldelefanten zusammen mit einer Eibenholzlanze entdeckt. Die Lanze steckte noch zwischen den Rippen des Elefanten, welcher im Uferbereich eines kleinen Sees eingesunken war. Die etwa 2,40 m lange Lanze wurde an ihrer gesamten Oberfläche äußerst sorgfältig bearbeitet.

Aufgrund besonders günstiger Erhaltungsbedingungen konnten in einem Braunkohletagebau bei Schöningen in Niedersachsen bis 1994 neun Wurfspeere geborgen werden. Aus kleinen Fichtenstämmen hergestellt, wiesen sie eine Länge von bis zu 2,5 m auf. Hier wurde am Seeufer gezielt Jagd auf Wildpferde gemacht und die Jagdbeute anschließend verwertet. 

2.2.07 20:12
 


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